1942 hat der Elektroingenieur Pinchas Rutenberg
sein Anwesen und Vermögen durch sein Testament in eine
Non-profit-Stiftung zur Bildung der israelischen Jugend aus
der ganzen Welt umgewandelt: zum Rutenberg-Institut-Haifa

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Hebräische und arabische Sprache, vermischt mit deutschen und anderen europäischen Klängen – Jugendliche aus verschiedenen Nationen drehen und bearbeiten gerade einen Videofilm. Und sie freuen sich, wenn der gelungene Film über die hauseigenen Bildschirme im Beit Rutenberg flimmert und im Offenen Kanal von Haifa gezeigt wird.

Andere beschäftigen sich im Haus oder in den weitläufigen Gartenanlagen, und wieder andere erlernen Fremdsprachen. Begegnungen finden allerorts statt. Man kommt miteinander ins Gespräch und schnell hat man neue Freunde und Bekannte kennengelernt. Häufig genug ergeben sich daraus Brieffreundschaften und langfristige persönliche Kontakte.

Die deutschen Gruppen, die an einem Austauschprogramm teilnehmen, befassen sich in Gesprächen und Vorträgen mit der politischen Situation und der Vielfalt der Kulturen in Israel und lernen bei Ausflügen die nicht minder vielfältige Schönheit des Landes kennen.

Religiös interessierte Gruppen, zum Beispiel aus der kirchlichen Jugendarbeit, können sich hautnah und lebendig mit dem Judentum und den Wurzeln des Christentums ebenso wie mit dem Islam auseinandersetzen.

Begegnungen, Besichtigungen und Vorträge helfen, die komplizierte Rolle der Religionen innerhalb der politischen Spannungen, aber auch des Friedensprozesses zu begreifen.

Die zahlreichen und intensiven Kontakte des Rutenberg-Instituts im ganzen Land machen es leicht, Menschen in einem Kibbuz oder in arabischen Orten zu besuchen und Zeitzeugen dieses bewegten und schweren Jahrhunderts zu treffen.

Die offene und gastfreundliche Art der arabischen und jüdischen Israelis lädt geradezu ein, das Land wirklich "von innen" kennenzulernen – und nicht nur seine Sehenswürdigkeiten – Erfahrungen, die den Israelaufenthalt zu einem unvergeßlichen Erlebnis machen.

Wie groß umgekehrt das Interesse israelischer Jugendlicher an der deutschen Kultur ist, belegen die deutschen Sprachkurse im Beit Rutenberg. So fahren regelmäßig israelische Gruppen, vermittelt durch das Institut, zu Gegenbesuchen nach Deutschland.

Alljährlich im August findet im Beit Rutenberg ein Hebräisch-Sprachkurs der Deutsch-Israelischen Gesellschaft für Israelfreunde statt.

Seit 40 Jahren kommen Austauschgruppen nach Haifa. Das "Haus voller Leben" hat auf diese Weise einen unschätzbaren Beitrag zur wachsenden Freundschaft zwischen Israel und Deutschland geleistet.

Von Deutschland aus wird diese Arbeit der Begegnung und Jugendbildung, der Friedenserziehung und Völkerverständigung unterstützt durch den Rutenberg-Förderkreis für deutsch-israelischen Jugendaustausch.
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